Informationsveranstaltung zum Thema (Hoch-)Begabung
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Hochbegabung und Störungen der Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit, sowie Hyperaktivität und innere Unruhe (AD/HS ? Aufmerksamkeits- Hyperaktivitätsstörung) werden oft verwechselt, oder es wird fälschlicherweise unterstellt, dass AD/HS und Hochbegabung häufig gleichzeitig auftreten.
Betrachtet man das Verhalten von Kindern mit AD/HS und hochbegabten Kindern oberflächlich, kann es in der Tat leicht zu Verwechslungen kommen. Diese beiden Phänomene weisen mitunter tatsächlich - was das Verhalten der Kinder angeht - viele Gemeinsamkeiten auf. Diese gemeinsamen Symptome, die letztendlich ? betrachtet man die Ursachen ? keine Gemeinsamkeiten sind, machen es so schwer, AD/HS und Hochbegabung zu unterscheiden: Verwechslungen sind die Folge.
Aber es gibt auch weitere Gründe, die eine Verwechslung, bzw. Fehleinschätzung begünstigen:
Tatsache ist jedoch, dass ein tatsächlicher Zusammenhang von AD/HS und Hochbegabung wissenschaftlich nicht erwiesen und nicht haltbar ist. Es gibt keinen Grund, nicht anzunehmen, dass AD/HS unter hochbegabten genauso häufig, bzw. selten vorkommt wie unter durchschnittlich begabten Kindern.
Folgen einer Fehldiagnose in Richtung AD/HS:
Fazit:
Ein Intelligenz-Test sollte also bei der Abklärung von AD/HS nicht fehlen. Aber auch bei hochbegabten Kindern kann zusätzlich AD/HS vorliegen, auch das sollte unbedingt abgeklärt werden. Auch hierfür gibt es genaue wissenschaftliche Kriterien, die AD/HS ausschließen, bzw. bestätigen können.
Quelle: A. Stapf (2003).Aufmerksamkeitsstörung und Hochbegabung -Differentialdiagnostische Überlegungen und Hinweise.journal für begabtenförderung, 2,6-11